OH GOD ; I TRIED ; AM I LOST IN YOUR EYES ?

hi Leute, der schreiber dieses blogs ist nicht mehr am leben, aber ich lasse hier vielleicht ab und an mal was durchblicken. abgesehen davon lasse ich aber alle seine posts usw. unangetastet.
ich vermisse dich, nic. in liebe, bones.

Dienstag, 3. Juli 2012

Komm, wir nehmen uns das Leben.

Ein Klicken des Türschlosses verrät mir, dass Clarisse gerade aus dem Bad gekommen ist. Unauffällig mache ich mich auf, in das Badezimmer zu kommen, und als ich erst einmal angekommen bin, die Tür hinter mir zu gemacht und abgeschlossen habe, komme ich mir seltsam vor. So bedacht darauf, dass niemand hierbei bemerkt, war ich noch nie. Jeder meiner Familie, der mich dabei sieht, könnte ja auch denken, dass ich einfach nur die Toilette gehen möchte. Aber ich bin nicht hier, um irgendwelche niederen menschlichen Bedürfnisse zu befriedigen. Mein Blick huscht zur Waage, die unschuldig auf dem Boden steht. Obwohl mich niemand sieht, versuche ich, das Zittern meiner Hände zu verbergen.
Bei meinem zweiten Mal in der Klinik - meine Entlassung ist jetzt drei Tage her - haben sie mir eingebläut, wie wichtig es ist, dass ich mein Gewicht im Auge behalte. Es sei untypisch für meine Art von Krankheit, dass ich die Kontrolle bisher komplett vernachlässigt habe, aber genau darin sehen die Ärzte wohl auch meine Chance, aus dieser Situation heraus zu kommen.
Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, mich mindestens ein Mal pro Tag auf das Gerät zu stellen, das ich früher mehr gefürchtet habe, als alles andere. Ich atme tief aus, schließe die Augen und mache den Schritt nach vorne. Eine Weile lang herrscht Stille im Bad, dann ein leises Piepen. Ich steige blind von der Waage, halte die Luft an und - 50,5 Kilogramm.

Bonnie und ich schlendern Seite an Seite durch die Fußgängerzone. Sie sucht nach Sonnenbrillen und Gummistiefeln, sie wird bald einige Festivals in der Gegend besuchen und will bestmöglich vorbereitet sein. Ich lächle still vor mich hin, während sie beinahe pausenlos von irgendwelchem belanglosem Zeug redet. Wir verbringen noch so viel Zeit miteinander, wie wir können, bevor ich mein Studium antreten werde.
Sie erzählt mir auch von ihren "Erfolgen", obwohl ich kaum hinhören kann und möchte. Es kommt mir jedes Mal falsch vor, diesem dürren Mädchen neben mir Anerkennung zu schenken, während sie noch mehr Gewicht verliert. In solchen Momenten fühle ich mich hilflos, weiß nicht, was ich tun kann, damit sie diesen Akt der Selbstzerstörung nicht weiter fortführen muss. Ich wünschte, ich könnte Bonnie helfen. Ich wünschte, ich könnte ihr irgendeinen Grund liefern, sich nicht weiter runter zu hungern.
Aber mir fällt keiner ein.

Ich erzähle ihr von meinen dazugewonnenen 500 Gramm seit der Klinik, sie lächelt mich breit an.
"Das ist super", meint sie schließlich, "wenn du so weiter machst, siehst du richtig gut aus, wenn du mit dem Studium anfängst. Dann kannst du dir da irgendein Mädchen aufreißen und ein normales Leben führen."
Ich grinse in mich hinein, diese Wortwahl ist für sie wieder typisch.
Aber dass ich neue Menschen kennen lernen werde, die meinen Untergang, mein Minimieren, meine Zusammenbrüche und meine Fehltage nicht miterlebt haben, stimmt mich irgendwie zuversichtlich. Dass ich weiter zu Bonnie Kontakt halten werde, weiß ich, sie ist wie ein festes Floß in den Strömungen eines neues Ozeans.
Hinter uns zerrt eine Mutter ihre junge Tochter vorbei. Sie wirft uns einen gehetzten Blick zu, als würde sie denken, dass das Magersuchtspärchen in der Reihe vor ihr auf ihr Fleisch und Blut abfärben könnte. Dabei sind Bonnie und ich kein Pärchen, wir sind eher Geschwister im Geiste. Leidensgenossen.
"Irgendwann führe ich das normale Leben, von dem du gesprochen hast", sage ich plötzlich. Dann wende ich meinen Blick zu ihr. "Und du auch."

Wir werden nicht um dieses Leben bitten. Wir werden darum kämpfen - selbst, wenn das wie in Bonnies Fall heißt, dass wir es vorher fast verlieren müssen. Aber wenn wir dann davor stehen, nehmen wir es uns einfach.
Weil wir alle das Recht dazu besitzen.

Kommentare:

  1. Ich denke, ich weiß welchen Blog du meinst. Aber war das ein Tipp?
    Eigentlich sollte das keiner sein...
    Nic, was soll ich denn sagen? "Ja, du hast recht. Ich muss fressen, fressen, fressen." Ich bin immer noch im Normalgewicht. Im oberen Bereich.
    Kann ich was ändern? Will ich etwas ändern.
    Verdammt, du warst doch irgendwann auch einmal an diesem Punkt.

    Schön, dass du neue Kraft schöpft. Und toll, dass du wieder Gewicht zulegst.
    Ich glaube auch, dass du irgendwann so ein Leben leben wirst.

    Liebe Grüße,
    Laura

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  2. lieber nic,
    was ich dir schreiben soll weiß ich nicht. ich bin kein mensch der mit worten spielen, oder sie als fallschirme nutzen kann. ich fühle mich klein und minderwertig neben dir, deine texte sind schön, dein leben klingt ehrlich und scheint konsistenz zu haben. ich muss zugeben, so ungern ich das tue, dass ich dich ein wenig beneide um all das. setzte weiterhin einen fuß vor den anderen, du scheinst die richtige richtung erahnen zu können. vielen dank für deinen netten kommentar und entschuldige mich bitte für diesen grausamen. merkst du nicht auch langsam, dass dir alle türen offen stehen? liebe grüße Elsa.

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  3. Wah, weißt du eigentlich wie sehr ich mich erschrocken hab als ich diese Überschrift gelesen hab? Die ist extrem doppeldeutig wenn man den Text jetzt nicht kennt. Mir gefallen übrigens wieder die letzten Sätze besonders gut ;) Die prägen sich ein.
    Freut mich zu hören, dass ich nicht die einzige bin, die sich mit Kunst und Deutsch gequält hat. Fast noch gruseliger war Religion.
    Nee, Medizin bleibt für mich unerreichbar :D Und um über die Wartesemester reinzukommen müsste man mindestens 12 haben...mal sehn, ne Alternative wäre noch Psychologie. Keine Ahnung. Was willst du denn machen?
    Zum Schneiden, ist nicht optimal, das weiß ich. Aber dann ist es für den Moment ruhig, und das ist zur Zeit alles was ich möchte.
    Naja egal.

    Mach weiter so ;)
    Liebe Grüße

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  4. Hi.
    Ich freu mich so für dich, dass es bergauf geht - und dass du Bonnie kennen gelernt hast. ^-^

    Niemand kann das, weißt du. Das kann ich nur allein. Aber ich weiß noch nicht wie. Nur, dass es möglich ist. Es wäre wirklich total schön, wenn ihr irgendwann dieses normale Leben führen könnt. Und die Blogger, denen es schlecht geht. Ohne Ess- und Gewichtsprobleme. Ja, das wäre schön. Wäre.

    Danke.
    Wird er.

    LG,
    lena

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  5. 800km von der Familie entfernt sein wird sicher schwierig, aber vielleicht hilft es dir ein bisschen mehr weiter, einen Schritt weiter in dein neues Leben zu gehen. In welches Bundesland ziehst du denn, wenn ich fragen darf?
    Ich erinnere dich immer wieder gerne an deinen Berg, zumindest solange, bis du ihn noch nicht erklummen hast!

    Ja, mehr oder weniger. Kaum ist die neue Woche da, ist es schon wieder alles anders, aber das schreibe ich gleich in einen neuen Post, das wäre hier nur viel zu ausschweifend :)

    Vielleicht ist es nicht die beste Lösung für Bonnie, dass sie noch mehr abnehmen muss um ein besseres Leben führen zu können, aber ich denke nicht, dass du sie jetzt noch umstimmen kannst. Die einzige Möglichkeit wäre ja eine betreute Wohnung, aber lass sie erst einmal gesund werden (wollen?).

    Ihr schafft das beide! Es freut mich so, dass du jemanden wie sie gefunden hast :)

    Nur das Beste für dich,
    Ewa

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  6. Man kann glaub ich in dieser Situation nur für sie da sein , sie auffangen wenn sie aufgefangen werden will. Es ist ja ihre Art von Hilfeschrei aber hoffentlich ist es nicht irgendwann zu spät. Man kann solche Eltern nicht verstehen , find ich.

    Es freut mich dass du ein Weg weiter bist in der Magersucht , jedenfalls scheint es mir so , weil du dich deinen Ängsten stellst und ich bin verdammt stolz auf dich und jeder andere sicherlich auch. Jetzt nur nicht den Mut verlieren , es wird alles gut.
    Wo und was möchtest du studieren wenn ich fragen darf?

    Ich probiere nicht aufzugeben und auf mich aufzupassen , aber Lars bringt mich wahrscheinlich wieder ins Krankenhaus so wie es aussieht.
    Pass auch du auf dich auf , wünsch dir das beste und das vollkommen vom Herzen weil du es verdient hast.
    Du munterst mich und andere so auf , du hast es verdient. Sei glücklich.
    Liebste Grüße

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  7. Also ich muss halt sagen dass du so verdammt gut schreibst. Erlich. Ich glaub, dass du irgendwan ein Buch schreiben solltest. Du hast so ein Talent dafür!
    Was werdest du studieren? Vllt ist es ja Deutsch.

    Ich hoffe, dass du solche gute schritte nach vorne weiter machen kannst. Ist auch gut, dass das Klinik dir geholfen hat und nicht so schlimm wie letztes Mal war.

    p.s. Danke, freut mich zu hören. :D Ich liebe Deutsch und möchte es auch üben deshlab schrieb ich lieber auf Deutsch. Aber nicht wenn ich faul bin... :P

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  8. Als ich deinen Text las, musste ich zwischendrin grinsen. Ich finde es gut und freue mich für dich, dass die Klinik dir geholfen hat. Ich hoffe sehr, dass diese "Besserung" nicht nur vorrübergehend ist, sondern bleibt und noch weiter ansteigt, sodass du bald ein ziemlich "normales" Leben führen kannst.
    Für Bonnie kannst du, glaub ich, nicht viel tun, außer für sie da zu sein, wenn sie dich braucht. Doch ein guter Freund, der immer für einen da ist, ist für mich jedenfalls eine der größten Hilfen die es gibt.

    Ohja. Gewitter sind schön. Ich fühle mich bei Gewitter seltsamerweise immer so ausgeglichen. Als wäre dieser Kampf, der ständig in mir wütet, nach draußen, in den Himmel gewandert und würde dort weiterstreiten...

    Grüße
    Jinny :)

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  9. Danke für deine unglaublich lieben Worte! Du hast Recht, ich habe auch so einen Berg vor mir. Ich weiß nur nicht, welcher Weg dorthin führt, wo der Berg ist und wie hoch er ist. Ich umgehe ihn gerne, ignoriere ihn, schiebe ihn an den Rand meines Bewusstseins. Aber du hast Recht, du hast mich durchschaut. Ich habe einen Berg, am Fuße liegt mein Leben, mein Selbstmitleid, meine Einsamkeit, meine Unzufriedenheit und meine Angst. Ich habe Angst, den Weg zum Berg zu suchen, aus Angst, mich zu verirren. Aber vielleicht sollte ich mal den Mut aufbringen, um loszulaufen. Denn nur so komme ich oben an, nur so habe ich die Chance auf den Gipfel mit dem Glück, der Liebe, der Zufriedenheit.
    Spätestens, wenn du den Gipfel erreicht hast, werde ich losrennen, lossprinten. Momentan fühle ich mich einfach nicht gewappnet für diesen langen Marsch.. aber bald ist es soweit.
    Fühl Dich gedrückt. Du bist toll, so wie du bist. Und das hat Bonnie auch verstanden. Und das werden die neuen Menschen auch erkennen. ♥

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  10. du brauchst dich nicht zu entschuldigen,
    lass dir so viel zeit, die du brauchst.
    ich möchte nicht,
    dass du dich wegen mir unter druck gesetzt fühlst,
    ich freue mich über jedes deiner worte,
    aber du sollst mir dann schreiben,
    wenn du zeit,
    und es nicht als lästig oder nervtötend empfindest.
    ach nic,
    lieber nic,
    ich würde dich immer unterstützen,
    und dir liebe worte schreiben,
    was anders kann ich ja leider nicht,
    keine zehn pferde würden mich davon abhalten,
    dir zu schreiben.
    du bist stark,
    in ersten sinne für dich selbst,
    aber auch zu mir.
    du zeigst,
    dass man leben kann,
    das leben nicht immer eine qual ist,
    und das man aus seinen fehler der vergangenheit lernen kann.
    du bist stark für mich,
    in den du dein Leben lebst,
    immer wieder aufstehst,
    wenn du gefallen bist.
    damit hilfst du mir eine menge.
    ich weiß,
    dass ich die wahrheit sagen sollte,
    aber mein mund scheint wie versiegelt,
    nur milde,
    und watte verpackte worte können meine mitmenschen erreichen. ich möchte ihnen ein schönes Leben ermöglichen. ich würde alles dafür tun.
    ich möchte niemanden verletzten,
    ich hoffe das denkst du nicht,
    so bin ich nicht,
    und so möchte ich auch nie sein.
    ich tue mein bestes,
    und schaue ob es ausreicht
    um in der welt zu überleben.
    ich bin froh,
    dass du dir das glück nicht wegnehmen lässt,
    es ist wichtig,
    das du für dich selbst sorgst.
    du bist wichtig,
    in dieser welt.
    nein, das stimmt,
    vielleicht werde wir nie hand in hand sein,
    uns nie in die augen schauen können,
    aber innerlich
    bieten wir uns jederzeit den anderen unsere hand an
    wenn der andere hingefallen sind.
    klar,
    ich bin bereit,
    wenn du bereit bist.
    ich bin bereit zu leben,
    ich bin bereit zu kämpfen,
    denn ich möchte die andere seite des Lebens kennenlernen,
    ich will lernen zu leben,
    und sich dabei glücklich zu fühlen.

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  11. oh mist,
    es ist echt lang geworden.
    ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel.

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  12. ja, ich denke, du hast absolut recht, wir wissen einfach, dass man es nicht mehr einfach so in den raum werfen kann...traurig, das unsere gesellschaft uns heut zu tage einredet, dass glücklich sein unbedeutend ist...
    wir bleiben auf jeden fall stark, wir schaffen das!
    und ich glaube, du hilfst bonnie mehr, als du denkst :)
    pass auf dich auf
    ella

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  13. Wie du schreibst ist schön, wie ein Buch.Ich würds kaufen. Was du schreibst ist realistisch und nicht langweilig.
    Ich finde es gut, dass du kämpfst. Du kannst es schaffen und das bringt einen irgendwie zum Lächeln.

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  14. mit jedem tag mehr wünsche ich mir mehr, dass du all das nicht durchmachen musst.

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  15. etwas in deinen texten berührt mich jedes mal.
    ich bewundere dich für deine stärke, dafür das du so sehr kämpfst und nie den mut verlierst.
    du hast das hinter dich gebracht was für mich noch ansteht- die klinik.
    würdest du mir bitte erzählen wie es dort ist? denn irgendwie habe ich angst vor dem was.mich dort erwartet ..

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  16. Ich hoffe dir geht es grade gut , ich glaube an dich , so wie du an mich.

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  17. Dein Titel ist sowas von zweideutig! Hab zuerst richtig einen Schock bekommen.
    Oh wie schoen. Was studierst du denn? Das mit dem Studentenwohnheim klingt richtig gut. Da kannst du dann einfach du selbst sein ohne das jemand deine Vorgeschichte kennt. - Vielleicht ist das ganz gut und du kannst dir dein Leben zurueck holen. Hoffentlich schafft es Bonnie auch, aber das wird sie ganz bestimmt denn sie ha ja jetzt dich. Ihr zwei scheint euch gegenseitig so viel Kraft zu geben, das ist wundervoll.

    Das mit R. ist so 'ne Sache. Das geht schon seit Ende letzten Jahres so, und es ist wie Achterbahnfahren mit ihr. Ich habe ihr schonmal gesagt, dass sie ihre schlechte Laune nicht an mir auslassen soll, denn ich bin nicht ihr Prellbock. Sie hat mich dann zwei Wochen lang links liegen gelassen, und dann aufeinmal so getan als waere nichts gewesen. Mittlerweile lasse ich mir es nicht mehr anmerken wenn sie mal wieder so eine Phase hat. Naechstes Jahr ziehe ich eh weg, und dann werde ich auf jeden Fall sehen wie wahr unsere Freundschaft wirklich ist/war. Aber verlieren moechte ich sie trotzdem nicht, denn wir haben schon so viel erlebt und so oft zusammen gelacht. :|

    Pass auf dich auf und geniess das Wochenende! ♥

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  18. ich lese deine blogeinträge, erst einen dann zwei, immer mehr, wenn es ein buch wäre würde ich es sofort kaufen, es ist traurig und bedrückt, was du alles so durchmachst, ich kann nicht so gut schreiben und traue mich auch nicht, aus angst dass meinen blog irgw jemand einmal findet, denn ich kenne... ich schreibe auch mehr für mcih und oft versteht es keiner was ich schreibe, aber mir würde es etwas bedeuten wenn du einfach mal vorbeischaust oder wir etwas schreiben... was meinst du?
    pass gut auf dich auf, alles liebe !

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  19. Danke.
    Aber im Moment deutet alles darauf hin, dass ich Schuld war und bin. Ich hab einfach das Gefühl, ich kann überhaupt nichts mehr richtig machen ...

    Liebe Grüße.

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